Archiv für die Kategorie „Rennberichte“

Deutschland Flagge

Satz mit “X” – das war NIX …

.. so schnell ist manche Geschichte erzählt. Und so auch die über unseren
DM-Einsatz im fernen Schwarzwald. Unser kleiner Motor, der uns in der
Ukraine die zwei WM-Punkte einzufahren half, wollte absolut nicht mehr.
Schon im Training sahen wir, dass wir mit ihm hoffnungslos im Hintertreffen
lagen. Auf der langen Startgeraden bergauf quälte er sich nur mühselig hoch.
Und so kam, was kommen musste: im ersten Lauf ging er endgültig kaputt!

Team Bochmann
Team Bochmann

So hiess es einpacken und punktelos den Heimweg antreten. Da liessen
alle mächtig die Köpfe hängen!

Team Bochmann
Team Bochmann

Aber was soll’s: In der kurzen Zeit zwischen den letzten Rennen war es
einfach nicht möglich, einen neuen Motor aufzubauen und so für Ersatz zu
sorgen. Zu allem Überfluss hatte sich nämlich unser Motorenspezialist bei
einem Quadrennen auch noch einen Arm gebrochen. Es ging einfach nichts
mehr vorwärts, alles lief am “Anschlag”.

Team Bochmann
Team Bochmann

So wollen wir das nächsten Wochenende nutzen um unsere Resourcen
wieder aufzubauen, zwei Motoren zusammenzustecken, diese zu testen
und dann wieder in die WM in Frankreich bei Strassbourg einzugreifen.
Den WM-Lauf in Italien müssen wir schweren Herzens sausen lassen.

Bis dahin habt bitte Geduld mit uns, wir geben uns alle Mühe der Welt!!!

Grüsse Euer Jens und das ganze Team Bochmann

Ukraine Flagge

Hurra – es gab die ersten WM-Punkte !!!

Die lange und beschwerliche Reise hat sich gelohnt. Wir wussten anfangs nicht
so recht: sollen wir oder sollen wir nicht? Aber dann ging ein Ruck durch unsere
auf 4 Mann geschrumpfte Mannschaft: – wir machen es und auf ging es in die Ukraine …
Gleich am Zoll wurde uns sehr deutlich vorgeführt, dass das Thema “Passierschein
A 38″ aus dem bekannten Asterix Comix in einer verschärften Version in Wirklichkeit
sehr wohl existiert. Nämlich dort am Zoll! Man kann es sich einfach nicht vorstellen,
was aus einer normalen Grenzkontrolle alles erwachsen kann! Das muss man aber
wirklich nicht unbedingt live erleben. Es zerrt übelst an den Nerven, schlägt auf das
Gemüt und führt zu unkontrollierbaren Erregungszuständen. Im Ernst: ganze 5 Stunden
führte man uns mittels einer expandierten Zettelwirtschaft und Stempelhascherei an
der Nase herum, bis sich der Einlass einen Spalt weit öffnete und man uns gestattete,
einzureisen. Wohlgemerkt trotz kompletter Einreisepapiere, Dokumentationen des DMSB
und des ukrainischen Veranstalters in der Landessprache, die WM-Teilnehmer problemlos
abzufertigen und einreisen zu lassen.

Team Bochmann

Auf dem Weg nach Cernivisti schlugen wir uns vor allem mit einem Problem
herum, nämlich den Strassen! Unvorstellbar, was dort alles unter der Bezeichnung
“Strasse” anzutreffen ist. Ich möchte mich hier nicht weiter auslassen. Jeder
Autofahrer dort kann einem nur leid tun. Wir brauchten für die etwa 400 km lange
Inlandspassage fast 12 Stunden = kein weiterer Kommentar!

Team Bochmann
Team Bochmann

Endlich angekommen, fanden wir eine schöne und technisch anspruchsvolle
Strecke vor. Diese war durch einen vorausgegangenen Wolkenbruch aber total
abgesoffen. Nun gut, die Zeit arbeitete für uns und am nächsten Morgen war alles
abgetrocknet und befahrbar.

Team Bochmann
Team Bochmann
Los gings zum Training und den Qualifiaktionen. Das Ergebnis unseres
Quali-Rennens war ein 10. Platz, was uns jeweils den 19. Startplatz für die
zwei GP-Rennen einbrachte. Damit war ein erfolgreicher Samstag zwar
zuende, aber die Arbeit ging erst richtig los: der grosse KTM-Motor hatte
Öl verbraucht und für niemanden war ersichtlich, wo es hin war. Also
hiess es aus Sicherheitsgründen: Motorwechsel. Da unser guter 580er
noch nicht fertig ist, hatten wir als Ersatz “nur” den serienmässigen 520e
aus Mitchs Supermoto-Strassenmaschine zur Verfügung. Aber alle Achtung,
die “Luftpumpe” ging sehr gut. In Rennen 1 liessen Jens und Mitch die
Maschine vor einer riesengrossen Zuschauerkulisse mächtig fliegen.
Zwar musste wie wild geschaltet werden, aber es ging auch wild vorwärts.
Am Schluss schaute ein 19. Rang heraus, wofür es eben diese 2 WM-Punkte gab.

Team Bochmann

Im 2. Rennen wollten wir das natürlich wiederholen. Aber da war unsere
treue Defekthexe schon wieder mal im Dienst. Vier Minuten vor Schluss,
wieder ein paar Pünktchen vor Augen, ging der Ölkühler kaputt. Motoröl
lief heraus und wir mussten aufgeben. Da lagen nun wieder Freude und
Enttäuschung nahe beieinander.

Team Bochmann

Trotzdem sind wir im Endeffekt zufrieden. Nach langer Zeit ist es uns endlich
wieder einmal gelungen, ein paar WM-Punkte ins Erzgebirge zu holen. Euer
Daumendrücken hat also doch geholfen. Danke dafür!

Team Bochmann

Am nächsten Wochenende steht ein weiterer DM-Lauf im Programm. Er
wird uns in den Schwarzwald ins badische Schopfheim führen.
Wir berichten darüber.

Grüsse Euer Jens und das Team Bochmann

Team Bochmann

Tschechien Flagge

Tschechischer GP in Jinin …

… super Wetter, super Strecke, es war eine tolle Veranstaltung, auch wenn
nicht die gesamte Weltelite am Start sein konnte. Aber das ist ein anderes Thema.

Team Bochmannt
Team Bochmann

Zuerst einmal fanden wir eine ultraschnelle Strecke vor, wie wir sie in
diesem Jahr noch nicht gefahren waren. Da gab es so manche Anpassungs
und Abstimmungsschwierigkeiten. In den Freien Trainings und im Qualifying
schlug sich das in den gefahrenen Zeiten nieder. Es ging zwar von Runde zu
Runde besser, aber schlussendlich kam nur ein Startplatz in der 2. Reihe heraus.

Team Bochmann
Team Bochmann

In Rennen 1 hatten die Organisatoren die Strecke derart gewässert, dass
alle Gespanne ihre liebe Not hatten, heil über die ersten Runden zu kommen.
Überall war es extrem rutschig und wir kamen nicht so recht in Fahrt. Und
wie er begann, so endete der 1. Lauf: am Schluss schaute trotz aller Mühe
der undankbare 21. Platz heraus, für den es keine Punkte gibt.

Team Bochmann

Rennen 2 war da schon spannender. Über 30 Minuten und 2 Runden kämpften
wir uns Runde um Runde weiter nach vorne, denn auch dieser Start war nicht
gerade optimal. Diesesmal hatte der Veranstalter überhaupt nicht gewässert
und alle verschwanden in einer mächtigen Staubwolke nach dem Start!

Team Bochmann

Ziemlich zum Schluss, als wir schon den 18. Platz im Visier hatten, bekamen
wir einen Platten am Seitenwagenrad und gleichzeitig am Hinterrad. Das war
im Kampfgetümmel mehr als misslich und wir mussten die Gegner, die wir
bereits überholt hatten wieder passieren lassen.
Am Ende dasselbe wie in Lauf 1 = 21. Platz = 0 Punkte. Grrrrrrrr….!!!

Team Bochmann
Team Bochmann

Damit mussten wir uns eben zufrieden geben, aber es hat uns auch gezeigt,
das “mehr drin ist” und so packen wir am Donnerstag unsere Sachen und
machen uns auf den Weg in die Ukraine, wo der nächste GP stattfindet.
Drückt uns die Daumen, dass es weiter voran geht! Seid alle gegrüsst.

Euer Jens & das Team Bochmann

Team Bochmann

Deutschland Flagge

Endlich mal was Positives …

..Nach all dem Schlamassel bei den letzten Rennen, gab es am Männertag,
am 1. Mai den nächsten Lichtblick dieser Saison. Wir reisten am Mittwoch
mit dem Anhänger unserer Freunde Martin Herrmann/Volker Klein im Schlep-
ptau ab. Bis wir ankamen war es bereits früher Donnerstagmorgen und wir
konnten uns nur eine winzig kleine Mütze Schlaf gönnen, dann ging es schon
zur Abnahme und zum Training.

Team Bochmann
Team Bochmann

Ich muss sagen, wir waren milde ausgedrückt, etwas übermüdet und so
sah dann auch das Pflichttrainingsergebnis aus: 17. Platz. Der Mittag brachte
etwas Erholung und als wir zum 1. Lauf antraten, ging es uns schon besser.
Gleich am Ende der Startgeraden krachte es mächtig und wir waren mittendrin.
Das ist der Opulus, den man eben für einen Startplatz in der 2. Reihe ab und
zu zahlen muss. Es folgte ein Rennabbruch, weil das Niederländische Team
Visscher übel gestürzt war. (Die beiden sind aber wieder wohlauf, war an-
scheinend nicht so schlimm, wie es anfangs aussah). Also Start Nr. 2: Wieder
dasselbe, Stau in der ersten Rechtskurve. Aber wir nahmen das Messer zwischen
die Zähne und kämpften uns nach vorn durch. Mit Erfolg: heraus kam ein guter
10.Platz als Lohn der Mühe!

Team Bochmann
Team Bochmann
Im 2. Lauf ging der Start relativ reibungslos vonstatten. Wir fuhren im Mitt -
lfeld und kämpften uns bis auf den 9. Schlussrang vor. Die Strecke hatte es
in sich: unendlich viele Löcher, tiefe Spurrillen, viele Sprünge und das ging ganz
schön an die Kondition. Damit waren wir 9. in der Tageswertung. Gern hätten
wir uns noch mit unseren Kontrahenten Wendt und Blank angelegt, aber es
reichte diesesmal leider nicht dazu, die waren zu weit weg.

Team Bochmann

Am nächsten Wochenende geht es ins Tschechische Jinin zur WM. Mal sehen,
was da los ist. Man hört es ganz schön rumoren im Vorfeld, irgendetwas ist im
Busche, weil einige Nationen den Nennschluss verpasst hätten….
Ihr hört von uns

Euer Jens & Team Bochmann

Team Bochmann