Erstes Training in Italien
Wie angekündigt führte uns die erste Fahrt in diesem Jahr nach Italien, wo wir mit vielen anderen WM-Seitenwagen-Teams trainieren wollten. Am Mittwochmittag, den 21. Februar gings los. Jens, Stefan, Jule, Matthias, unser neuer Mechaniker Mirko und Roy, ein Arbeitskollege von Kudjusch nahmen im Rennbus Platz. Wir hatten noch einen Anhänger mit zwei Cross-Gespannen unserer Clubkameraden Herrmann/Klein und Herrmann/Zack im Schlepptau, da diese an Ihrem Wohnmobil keine Anhängekupplung hatten und uns "Gutmenschen" um diesen Gefallen gebeten hatten.

Ach ja: unsere Mona stieg im "Schwäbischen" auch noch zu und sorgte mit ihren Erzählungen von gestern, heute und übermorgen für Unterhaltung und Kurzweil. So kam keine Langeweile auf.
Dachten wir! In der Schweiz mussten wir zum ersten "Boxenstopp" weil der Dieselfilter zu war. Kein Problem, der war schnell gewechselt und weiter gings. Bis zur italienischen Grenze in Chiasso.
Zweiter Stopp: Papiere für die Motorräder wurden angefragt. Die gibts aber nicht, weils Rennmotorräder sind. Aber erkläre das mal einem italienischen Zöllner, der sowieso alles besser weiss und an diesem Tag auch nur Italienisch sprechen konnte und nichts anderes. Er gab uns den Tipp zu wenden und nach Basel zurückzufahren, um dort ein Carnet (Zolleinfuhrpapier) zu holen.
Das wiederum wollten wir aber nicht. Also zurück und zu einem anderen Grenzübergang. Dort gings plötzlich ohne grosse Diskussion und schwupps waren wir in Italien und weiter gings nach ASTI.
Dort angekommen, alle anderen waren schon vor uns da, gings flugs ans Trainieren. Motorrad ausladen, antreten und nach der langen Winterpause machte das erste mal "Rumbolzen" auf einer so tollen WM-Strecke wie in Asti einen riesigen Heidenspass.
Abends gab es dann lecker Essen: unsere Clubkameraden hatten Ihre Grossküche aufgemacht. Man reichte Sauerbraten, Klösse und Rotkraut für alle Teams! Mmmmh das schmeckte. Danach fröhlicher Tagesausklang am Lagerfeuer.

Am nächsten Morgen stand Konditionstraining auf dem Programm: Joggen. Danach wieder Fahrtraining. Die Zeit verging wie im Flug. Und schon gings weiter auf die nächste Strecke nach MONTA nahe Turin. Wieder eine super Strecke, die den Techniker beim Fahren forderte.

Am Sonntagabend packten wir dann unsere "sieben Sachen" zusammen und zurück ging es Richtung Heimat. Wir hatten etwas Bedenken wegen der Wetterlage am St. Bernadino-Pass, denn unsere Clubkameraden hatten uns bei ihrer Rückfahrt dort Schnee vermeldet und bei ersten Fahrtests mit ihrem Wohnmobil schon mal eine Pirouette vor der Tunneleinfahrt hingezaubert. Es ging aber alles ohne Blessuren ab und so waren wir guter Hoffnung, es auch so zu schaffen.
Es ging auch. Die Strasse war schneefrei, als wir dort ankamen und so fuhren wir bis nach Chur, wo wir übernachteten. Am nächsten morgen gings weiter, aber der gute Bus wollte nicht so richtig beschleunigen. Also Asthma oder wieder der Dieselfilter, dachten wir, wars aber nicht! Das Gaspedal war aus der Halterung herausgebrochen und hing unter einem grossen Loch im Blech. Diagnose: Rost, Abhilfe: neues Blech einbauen, Gaspedal neu verschrauben. Und so gings auch! Nach mehreren Stunden Aufenthalt fuhren wir weiter und kamen gegen Montagmitternacht glücklich zu Hause an.

Resumee: Die Fahrt hat sich gelohnt - wenns auch mal abenteuerlich war. Wir sind mit der Motorradabstimmung auf dem neuesten und bestmöglichen Stand. Fahrerisch und kontidionell hat uns dieses erste Training bei besten Wetterbedingungen viel gebracht.


Seid gegrüsst - wir sehen uns bald an der Rennstrecke!
Euer Jens und das Team Bochmann

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